Markusbote


Liebe Netznutzer, Smartphonebesitzer, Junge, Junggebliebene und Best Ager, wenn Sie das Gemeindeblatt auf diesem Wege nutzen, geben Sie bitte im Pfarramt bekannt (z.B. per Mail), dass Sie die Papierform nicht mehr benötigen. Bedenken Sie, wie viele Gemeindemitglieder wir haben und sich die (wenigen) Helfer bei Wind und Wetter zu Ihnen auf den Weg machen. Es wäre eine Hilfe!

110 Jahre Markusbote
Im März 1907 erschien die erste Ausgabe des Markus-Boten, damals das Monatsblatt des Jünglingsvereins der Markus-Gemeinde, Geschäftsstelle Täubchenweg 14, Fernsprecher 9999.
Zum Geleit drückte Pastor M. Müller die Hoffnung aus, dass junge Männer im Gemeindegebiet dadurch edle Gesellschaft und christliche Gemeinschaft finden, gefördert zum Guten, auch im Gegensatz zur lockeren und leichtsinnigen Gesellschaft. Schon 20 Jahre zuvor hatte es erste Zusammenkünfte des Jünglingsvereins in der Borvitzstraße, dann Bergstraße gegeben. Aufgesucht wurden auch Zusammenkünfte in der „Goldenen Säge“ oder in der Margaretenstraße 8. Das Wappen des Jünglingsbundes zeigte einen jugendlichen Helden, der den bösen Feind unter die Füße tritt. Seid stark in dem Herrn, Epheser 6,10, gab das Motto.
Das Haus im Täubchenweg hatte als Saal 400 Sitzplätze, dazu Unterhaltungs-, Spiele-, Lese- und Schreibzimmer mit „Sophas“, dazu eine Bücherei, in der 70 Zeitungen auslagen. Es gab Mittag- und Abendtisch (ohne Trinkzwang), Wohnungsvermittlung, Turnen, Gesang und Musik, Bibelgespräche und Vorträge, z.B. über Weihnachtsspiele, die „Metzeleien in Armenien“ , „Selbsterlebtes im Burenkrieg“, Bilder aus der australischen Heimat, am 27.1. eine Kaiser-Geburtstagsfeier und eine Feier am 10.3. zum 300. Geburtstag Paul Gerhardts.
- Erstaunlich, aus heutiger Sicht, das vielfaltige Engagement von Verein und Gemeinde. Zugleich: eine ganz andere Zeit…